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Ehrenamt im Hospiz - eine Bürgerbewegung

Dem Ehrenamt als treibende Kraft der Hospizbewegung entstammt die Überzeugung, dass in jedem Menschen die Fähigkeit grundgelegt ist, einem Anderen (im Sterben) beizustehen, Sterben als normalen Prozess anzusehen, Leben u. Teilhabe am Leben bis zuletzt zu ermöglichen. So wurde durch Ehrenamtliche mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement der Grundstein für eine Hospizkultur gelegt, die sich zur Aufgabe gemacht hat, in der modernen Gesellschaft wieder die scheinbar verloren gegangene Kultur des Sterbens und des Abschiednehmens zurück ins Leben zu holen.

In der kritischen letzten  Lebensphase geht es nicht mehr um Leistung, Lebensverlängerung um jeden Preis und Maximaltherapie - was zählt sind die einfachen Dinge, die keinen ökonomischen Zwängen mehr unterliegen  und eine mitmenschliche Haltung, die von Respekt, Achtsamkeit und würdigem  Umgang geprägt ist. Dieser mitmenschliche ehrenamtliche Dienst ist  im wahrsten Sinne des Wortes ein unbezahlbarer, dem große Ehre gebührt.

Und dennoch braucht es Rahmenbedingungen, finanzielle und ideelle Förderung dieser gesellschaftlich bedeutsamen Aufgabe, um möglichst allen Betroffenen den Zugang zu einer ganzheitlichen  Versorgung  zu ermöglichen.  So steht die Hospizbewegung heute vor großen Herausforderungen im  Spagat zwischen ehrenamtlichen Engagement und zunehmender Professionalisierung im Hospiz- und Palliativbereich.

Die treibende Kraft dieser Entwicklung war und ist dabei immer das ehrenamtliche Engagement, welches heute beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgung der Patienten und Ihrer Angehörigen nicht mehr wegzudenken ist.

Vom Geben und Nehmen und dem Anspruch im Ehrenamt :

  • Ehrenamtlich tätige Menschen sind meist Persönlichkeiten mit hoher Sozial- und Selbstkompetenz, die über viel Erfahrung verfügen
  • Rekrutieren sich aus vielfältigen sozialen Hintergründen und Altersstufen
  • Es sind Menschen, die bewusst etwas geben wollen aus dem Anspruch heraus , sich im freiwilligen Engagement selbst entfalten zu können und ihre Zeit und persönliche Kompetenzen in die Begleitung einbringen zu wollen
  • Sie besitzen eine hohe Lernbereitschaft, sich auf Neues und Unbekanntes einzulassen und ihr Tun zu reflektieren
  • Dabei füllen sie klar umschriebene Aufgabenfelder aus und bieten lebenspraktische Unterstützung an.
  • Sie sind ein unentbehrlicher Teil eines multiprofessionellen Begleitungsteams
  • Voraussetzung für die Begleitung ist ihre Teilnahme an einem Befähigungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter sowie an regelmäßigen Weiterbildungen und Supervisionen.
  • Ihr Dienst wird qualifiziert koordiniert
  • Selbstverständlich unterliegen Ehrenamtliche der Schweigepflicht und dokumentieren ihre Arbeit
  • Ehrenamtliche erwarten klare angemessene Aufgaben in der deutlichen Abgrenzung zum Hauptamt
  • Sie haben ein persönliches Recht auf Mitbestimmung und Mitentscheidungsmöglichkeit bei der Gestaltung ihrer Tätigkeit

In den Gezeiten des Lebens nicht allein…

Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht der sterbende und trauernde Mensch mit seinen persönlichen Bedürfnissen – unabhängig seiner sozialen Stellung und seiner konfessionellen Zugehörigkeit.